Antwort auf die Frage: Vielleicht, eher nein.

Reaktion auf die vorhergehenden Posts:
1.) Es ist möglich, leichte, benzingetriebene Autos mit sparsamen Motoren zu bauen. Nur weil ein Wagen mit Benzin fährt, muss es kein 3,5Tonnen SUV mit 500KW sein.

2.) Aus welcher Energie soll die elektrische Energie umgewandelt werden?

3.) Allein die Produktion von Akkus u. notwendiger Elektronik verbraucht immens viel Energie. Da die Anzahl der Ladezyklen bei den derzeit erschwinglichen (und geeigneten) Batterien auf ca. 1000 begrenzt ist, ist zu erwarten, dass riesige Mengen Chemiemüll entstehen. Bei derzeitigem Stand wiegen die notwendigen Akkus mehrere hundert Kilo. Der Austausch an der Tankstelle ist daher zumindest problembehaftet (Können alle Akkus an einer Stelle im Fahrzeug aufbewahrt werden? (Schwerpunkt)). Nebenbei: Auch dieses Gewicht will transportiert werden.

zu bedenken:

Fazit:
Die Verwendung von Elektromotoren selbst mag Energieeffizient sein und Vorteile haben (bereits erwähnt: Energierückgewinnung, darüber hinaus benötigt er z.B. an der Ampel, im Stau, etc. keine Energie), die Gesamtenergiebilanz eines Elektrofahrzeugs dürfte aus oben genannten Gründen trotzdem negativ ausfallen.

Der Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr wird vom durchschnittlichen Deutschen wahrscheinlich erst als letzte Option erwogen (mal davon abgesehen, dass es sich zumindest derzeit in dünner besiedeltem Gebiet als äußerst schwierig bis unmöglich darstellt).

Meiner Ansicht nach ist es der Senkung des Energieverbrauches eher dienlich, bei Neuwagen an Gewicht und Motorleistung zu sparen.
Heutzutage sind selbst als "Kleinwagen" angepriesene Autos weit über eine Tonne schwer und verfügen meist über eine Motorleistung über von 50KW. (Ach übrigens: leistungsschwächere Motoren wiegen auch weniger!)
Muss ein Auto wirklich mit schweren Ledersitzen, Klimaanlage (dafür aber riesigen Fenstern) und elektrischer wasweissichwas-Verstellung ausgestattet sein?
Ich finde, darüber sollte der Konsument nachdenken.

Aber bitte werft nicht gleich all eure Wagen weg, weil der neue einen halben Liter Sprit weniger verbraucht! Wie bereits oben angemerkt, auch die Herstellung kostet Ressourcen. Eine längere Produktlebensdauer wäre Umweltfreundlich.
Wenn man mal ein paar Euro mehr in Wartung investieren würde, sodass im selben Zeitraum weniger Autos verschlissen werden, wäre dann nicht auch Geld (und Ressourcen) gespaart? All diese Denkanstöße sind allerdings leider nicht im Sinne der Industrie...
Tut mir leid, dass ich etwas vom Thema abgedriftet bin.